Ratgeber · Dokumentenmanagement

DMS-Einführung: Ablauf, Dauer, Kosten

Von Luis Waidmann · Stand: Juni 2026 · Lesezeit: ca. 5 Minuten

Kurz gesagt: Eine DMS-Einführung im Mittelstand ist kein Großprojekt, wenn man sie richtig schneidet. Bewährt ist der Start mit einem Bereich, meist dem Rechnungseingang: analysieren, Struktur festlegen, Pilot betreiben, dann ausrollen. So ist der erste Bereich in Wochen produktiv, nicht in Jahren. Die Kosten bestehen aus Lizenzen, Einrichtung und Schulung und hängen vor allem an Benutzerzahl und Anbindungstiefe.

Wann sich ein DMS lohnt

Drei Anzeichen sind in der Praxis zuverlässig: Erstens, jemand sucht regelmäßig Dokumente, die „irgendwo" liegen. Zweitens, Belege existieren doppelt und keiner weiß, welche Version gilt. Drittens, die Ablage hängt an einer Person, ohne die nichts gefunden wird. Kommt die Anforderung GoBD-konformer Aufbewahrung dazu, führt am revisionssicheren Archiv ohnehin kein Weg vorbei, warum, erklärt unser Ratgeber zur GoBD-konformen Archivierung.

Der bewährte Ablauf in fünf Schritten

Wie lange dauert das?

Für den Pilotbereich sind je nach Vorarbeit und Terminlage wenige Wochen realistisch, vom Kickoff bis zum produktiven Rechnungseingang. Der vollständige Ausbau über alle Bereiche zieht sich je nach Unternehmensgröße über Monate, und das ist gut so: Jeder Bereich geht erst live, wenn der vorherige rund läuft. Misstrauen Sie Zeitplänen, in denen alles gleichzeitig fertig wird.

Woraus sich die Kosten zusammensetzen

Konkrete Zahlen nennen wir nicht pauschal, sondern nach dem Erstgespräch, dann aber vollständig und nachvollziehbar. Genauso ehrlich sagen wir, wenn sich ein DMS für Ihre Konstellation noch nicht rechnet.

Die häufigsten Fehler

Luis Waidmann

B.Sc. Wirtschaftsinformatik · Digitale Transformation · COS Waidmann Systemhaus, Ravensburg

Gut zu wissen

Häufige Fragen zur DMS-Einführung

Müssen alle alten Dokumente migriert werden?

Nein, und meistens wäre das auch unwirtschaftlich. Bewährt hat sich ein Stichtag: Ab jetzt landet alles Neue im Archiv, der Altbestand wird nur dort übernommen, wo er laufend gebraucht wird, etwa offene Projekte und aktive Verträge. Der Rest bleibt lesbar im Altsystem oder Ordner, bis die Aufbewahrungsfrist abläuft.

Was kostet ein DMS für einen Betrieb mit 10 bis 20 Benutzern?

Das hängt von Benutzerzahl, Modulen und dem Umfang der Einrichtung ab, eine seriöse Pauschale gibt es nicht. Die Kosten setzen sich aus Lizenzen, Dienstleistung für Einrichtung und Anbindung sowie Schulung und Wartung zusammen. Im Erstgespräch rechnen wir transparent vor, was Ihre Konstellation kostet und was sie spart.

Funktioniert ELO mit unserer Warenwirtschaft?

ELO lässt sich an gängige ERP- und Buchhaltungssysteme anbinden, bei eEvolution und SAGE machen wir das als zertifizierter Partner regelmäßig. Belege aus der Warenwirtschaft landen dann automatisch im Archiv, und aus dem ERP heraus ist die Akte einen Klick entfernt.

Wie viel Zeit muss unser Team investieren?

Den größten Teil der Arbeit übernehmen wir. Ihr Team braucht es für drei Dinge: die gemeinsame Analyse der Abläufe am Anfang, Rückmeldungen aus dem Pilotbereich und die Schulung am Ende. Geplant sind das einzelne Termine, kein Dauerprojekt neben dem Tagesgeschäft.

Bereit für den Pilotbereich Rechnungseingang?

Wir schauen uns Ihren Belegfluss an und sagen ehrlich, was eine Einführung bei Ihnen kostet und spart.

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